Seit Bestehen des Fernsehens kennt jeder, der schon mal Dreharbeiten zu den verschiedenen Genres beobachten konnte, dass mindestens ein sog. "Dreier-Team", bestehend aus Redakteur, Kameramann und Tontechniker am Werk war.
Oft auch mehr.
Das hat sich seit Ende der 90er Jahre ganz allmählich und für die meisten unbemerkt verändert: als neues Berufsbild ist der "Video-Journalist" hinzugekommen.
Ein ausgebildeter Video-Journalist recherchiert und konzipiert nicht nur TV-Beiträge selbst, sondern er ist gleichzeitig auch noch Kameramann, Tontechniker und Cutter. Er vereinigt also in einer Person vier Aufgabenfelder herkömmlicher eigenständiger Berufe.
Möglich wurde dieses neue Berufsbild durch die Einführung einer neuen Kamara-Technologie - Digital Video (DV) - in Verbindung mit dem Einsatz von Computern mit digitaler Schnittsoftware.
Aufgrund der Aufgabenvielfalt, die VJs zu bewältigen
haben, sollten sie hauptsächlich bei Dreharbeiten eingesetzt werden, die im Vorfeld weitmöglichst planbar sind. So beispielsweise für Reportagen, Magazinbeiträge oder Unternehmenspräsentationen.
Da VJs nicht für alle, besonders die aufwendigen, Produktionen eingesetzt werden können, muss hier deutlich gesagt werden, dass die einzelnen Berufsgruppen (Kamera, Ton & Schnitt) mit Ihrem speziellen und oft tieferen Fachwissen auch weiterhin fester Bestandteil der Fernseharbeit bleiben werden.